Run aufs Studium löst Fachkräfteproblem kaum

Der Studentenrekord hilft kaum gegen den Fachkräftemangel: In MINT-Studiengängen sinken die Einschreibungen, und die Abbruchquote ist hoch - was auch an Mängeln in der Hochschulpolitik liegt.

In Deutschland studieren so viele junge Menschen wie nie, wie das Statistische Bundesamt meldet. Doch von den 2.867.500, die sich dieses Wintersemester eingeschrieben haben, brechen viele ihr Studium wieder ab. Besonders in MINT-Fächern, deren Absolventen am Arbeitsmarkt dringend gebraucht werden. Gerade in Fächern wie Maschinenbau und Verfahrenstechnik oder auch Informatik gehen die Einschreibungen fürs Studium zurück – in Fächern also, in denen die Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie. besonders Probleme haben, Fachkräfte zu finden.

Im Studiengang Informatik brechen rund 45 Prozent der Uni-Studenten und 41 Prozent der FH-Studenten ihr Studium vorzeitig ab. Nur 57 Prozent der zuständigen Fachbereichs- und Fakultätsleitungen sehen die Senkung der Abbrecherquoten aber als strategisch wichtiges Ziel. Deshalb muss die Politik bei der Neugestaltung des Hochschulpaktes im kommenden Frühjahr Anreize setzen – zum Beispiel, in dem die Hochschulfinanzierung an die Absolventenzahlen geknüpft wird.

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