M+E investiert in Arbeitsplatzgestaltung

Krone legt Wert auf eine gesunde Arbeitsplatzgestaltung

Der demografische Wandel wird den Fachkräftemangel weiter verschärfen. Auch ältere Beschäftigte werden deshalb in den Unternehmen gebraucht. Mit der richtigen Gestaltung des Arbeitsplatzes ist das kein Problem, wie das Herz der Wirtschaft zeigt. Der Maschinenbauer Bernard Krone nutzt ergonomische Lösungen, um die Arbeit für seine Mitarbeiter gesund und alternsgerecht zu gestalten. Wer bei Krone anfängt, bleibt lange.

Ein letztes Mal überprüft Vera Steinbuß den Sitz der Muttern, dann kann sie das Werkzeug beiseitelegen. Sie arbeitet in der Maschinenfabrik Bernard Krone GmbH & Co. KG und richtet mit den Kollegen gerade eine Montagelinie für Mähwerke ein. Die 24-Jährige sagt: „Die neue Montage- und Prüfstraße schont besonders den Rücken.“ Damit können die Mitarbeiter bis zu 400 Kilogramm schwere und sieben Meter lange Mähholme montieren, ohne schwer heben oder über Kopf arbeiten zu müssen. Die neue Linie wird der Ergonomie besser gerecht, und auch die Arbeitssicherheit hat sich verbessert. „Die Versorgungsleitungen laufen zum Beispiel im Boden“, sagt die Krone-Mitarbeiterin.

Die Bemühungen um ergonomische und alternsgerechte Arbeitsplätze sind nur ein Beispiel dafür, wie der Landmaschinen-Hersteller seine Beschäftigten im demografischen Wandel an sich binden möchte. „Unser wichtigster Erfolgsfaktor sind qualifizierte und motivierte Mitarbeiter“, sagt Personalleiter Klaus Reinhardt. „Sie zu gewinnen und dauerhaft zu beschäftigen, ist unser Ziel.“ Dafür setzen sich bei dem Emsländer Unternehmen mit 2.000 Mitarbeitern die Geschäftsführung genauso ein wie der Betriebsrat. Mit Erfolg: Kürzlich zeichnete die Demografie-Agentur Niedersachsen Krone und zehn weitere Unternehmen mit dem Zertifikat „Demografiefest. Sozialpartnerschaftlicher Betrieb“ aus. Das Zertifikat wird für Betriebe vergeben, die sich vor allem sozialpartnerschaftlich engagieren und Arbeitsplätze alternsgerecht ausgestalten.

Gesunde Arbeitsplatzgestaltung ist wichtig für M+E-Unternehmen

Auch die Gesundheitsförderung hat Krone neu aufgestellt. „Das lief früher eher unkoordiniert. Wir mussten noch Defizite aufarbeiten“, räumt Personalleiter Reinhardt ein. Früher, so Reinhardt, wurden nur Einzelmaßnahmen durchgeführt. Jetzt habe man einen Steuerkreis eingesetzt, der sich regelmäßig trifft und Ziele formuliert. Um schnelle Entscheidungen treffen zu können, sind im Steuerkreis neben Vertretern aus der Arbeitssicherheit, den Abteilungen und dem Betriebsrat auch zwei Geschäftsführer vertreten, so dass die beschlossenen Maßnahmen auch direkt umgesetzt werden können. Im laufenden Jahr 2017 stellt Krone beispielsweise das Thema „Gesunde Ernährung“ nach vorn.

Regelmäßige Informationen hierzu laufen in Kürze über das Intranet. Und das betriebliche Gesundheitsmanagement richtet sich nach Mitarbeiterbefragungen besser an den tatsächlichen Bedürfnissen aus.

Für Beschäftigte mit gesundheitlichen Schwierigkeiten sind Schonarbeitsplätze eingerichtet. Ein Beispiel dafür ist Dieter Quil. Der 61-Jährige leidet unter starkem Rheuma, eine Arbeit in der Produktion war schon lange nicht mehr möglich. Deshalb arbeitet er nun in der Poststelle. Georg Meiners (60) konnte ebenfalls nicht mehr am Band arbeiten. Er ist nun im Service tätig und befüllt täglich die Produktionsmaschinen mit Kühlflüssigkeit.

Um Nachwuchs zu gewinnen, kooperiert das Unternehmen mit Schulen, organisiert dazu Bewerbungstrainings und Planspiele und beteiligt sich an Projekten, die unter anderem Frauen zu einem technischen Beruf ermutigen sollen. Mit der „Young Professionals Tour“ sind Azubis und Ausbilder sechs bis achtmal jährlich mit den großen Landmaschinen in den Schulen und berichten von den Ausbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten bei Krone. Mit Erfolg: Jedes Jahr bewerben sich auf rund 50 Ausbildungsplätze mehr als 800 Schüler. Hochschulabsolventen können entweder als Unternehmens- oder Abteilungstrainee den Betrieb zwei Jahre kennenlernen.

Fitte Mitarbeiter bleiben dem Herz der Wirtschaft länger treu

Wirtschaftsingenieur André Meyer hat 2010 als Abteilungstrainee angefangen und ist inzwischen Segmentleiter. Jens Gero Will ist seit einem Jahr Trainee. Er durchläuft das Unternehmen und ist in Projekte involviert. Für ihn ist das der ideale Start in eine langfristige Karriere. „Währenddessen lerne ich den ganzen Betrieb kennen, verstehe Prozesse besser und kann mich selbst einbringen“, sagt Will.

Der Einsatz des Unternehmens zeigt Wirkung. Die Atmosphäre im Unternehmen scheint zu stimmen, das zeigt nicht nur die seit zehn Jahren niedrige Fluktuationsrate von unter 1 Prozent. Der zweite Betriebsratsvorsitzende Klaus Kück sagt denn auch: „Wer hier einmal anfängt, geht so schnell nicht wieder weg.“

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Fotos: Marcus Lorenczat