M+E-Arbeitszeit: Hohe Zufriedenheit bei den Mitarbeitern

Die Mitarbeiter der M+E-Industrie erleben bei der Arbeitszeitsouveränität ein faires Geben und Nehmen: Sie haben viel Spielraum, ihre Arbeitszeiten an persönliche Bedürfnisse anzupassen. Das bescheinigen sie ihren Arbeitgebern auch in einer Emnid-Umfrage des Jahres 2017. Im Auftrag der M+E-Arbeitgeber wurden dafür 1.000 M+E-Beschäftigte befragt. Die wichtigsten Ergebnisse um Überblick:

  • Die M+E-Beschäftigten haben große Gestaltungsspielräume bei der Arbeitszeit. Die allermeisten (93 Prozent) können beispielsweise kurzfristig später kommen oder früher gehen, wenn sie es wünschen. Nur in 6 Prozent der Fälle ist da nichts zu machen – weil es die betrieblichen Abläufe nicht zulassen.

  • Dass sich die Arbeitszeit auf Anordnung des Chefs ändert, erleben 70 Prozent der Mitarbeiter nur selten oder nie. Bei weiteren 24 Prozent ist das höchstens gelegentlich der Fall – und wenn, dann in der Regel einvernehmlich.

  • Nach Feierabend grundsätzlich noch erreichbar sind 70 Prozent der Beschäftigten. Und von denjenigen, die es sind, werden 89 Prozent höchstens einmal im Monat vom Chef kontaktiert – etwa per E-Mail oder Telefon.

  • Die meisten M+E-Unternehmen ermöglichen ihren Mitarbeitern mobiles Arbeiten oder Home-Office: Knapp 64 Prozent der Beschäftigten geben an, dass sie ihre Arbeit auch außerhalb des Betriebs erledigen können – und das in einer typischen Produktionsindustrie.

  • Auch zum Thema Geld wurden die M+E-Beschäftigten befragt: Was wäre für sie letztlich wichtiger – noch größere eigene Gestaltungsmöglichkeiten bei der Arbeitszeit oder mehr Entgelt? Darauf antwortet die klare Mehrheit von fast zwei Dritteln: die bessere Bezahlung.

  • Für 52 Prozent der Mitarbeiter wären flexiblere Regelungen bei den Ruhezeiten vorstellbar. Hier setzt das Arbeitszeitrecht allerdings enge Grenzen. Dieses verlangt grundsätzlich 11 Stunden Ruhezeit zwischen Arbeitsende und Wiederaufnahme der Arbeit. Will jemand beispielsweise später am Abend noch berufliche Mails verschicken, weil er am Nachmittag kurzfristig etwas privat zu erledigen hatte – dann droht seinem Arbeitgeber ein Konflikt mit dem Arbeitszeitgesetz.

  • An einigen Tagen mehr als 10 Stunden zu arbeiten, können sich 77 Prozent aller Beschäftigten vorstellen – wenn sie an anderen Tagen kürzer oder gar nicht ran müssten. Einen Strich durch die Rechnung macht in diesem Fall die gesetzliche Höchstarbeitszeit, die auf 10 Stunden begrenzt ist. Hier wie auch bei den Ruhezeiten – die entsprechenden EU-Richtlinien sind wesentlich zeitgemäßer. Sie bieten mehr Spielraum, wenn sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer innerhalb der geltenden Wochenarbeitszeit auf flexible Arbeitsformen einigen wollen.

Grundsätzlich gilt: Was und wann gearbeitet wird, bestimmten in allererster Linie die Kunden. Alleinentscheidungen in Bezug auf die Arbeitszeit wären nicht zielführend. Es gilt, die Interessen von Beschäftigten und den Bedarf der Unternehmen in einer ausgewogenen Balance zu halten.

Die vollständige Studie ist hier einsehbar.
 

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