M+E arbeitet für den Klimaschutz

Sechs Beispiele, wie M+E-Unternehmen schon seit Langem ihren alltäglichen Beitrag zum Klimaschutz in Deutschland leisten

  • Ohne M+E keine innovativen Technologien – das gilt auch beim Thema Klima. Mit ihrer Suche nach immer klimafreundlicheren Lösungen treibt die Industrie den Wandel zu einer nachhaltigeren Wirtschaft voran.
  • Die Branche setzt beim Klimaschutz unter anderem auf innovative Technologien zur Reduzierung des eigenen CO2-Abdrucks, beispielsweise grüne Energie und das Auffangen und Wiederverwerten von ausgestoßenem CO2.
  • Außerdem entwickeln die Firmen neue Produkte und Lösungen, die anderen Unternehmen dabei helfen, ihre Emissionen zu senken und so den Klimawandel zu bekämpfen.

Moderne Spinnmaschinen, Wasserstoffzüge, grüner Strom – so fördern M+E-Unternehmen in der deutschen Industrie schon jetzt Klimaschutz:

 

Die Klimaschutz-Spinner

Spinit 3.0 E. Foto: Mayer & Cie.

Wer? Mayer & Cie.

Was? spinitsystems

 

 

Aus drei mach eins: Das ist das Konzept, mit dem der Strickmaschinenhersteller Mayer & Cie. die Textilherstellung produktiver, effizienter und klimafreundlicher macht. Die Firma aus dem baden-württembergischen Albstadt hat mit spinitsystems eine Technologie entwickelt, die eine Maschine leisten lässt, wofür normalerweise drei gebraucht werden – und treibt damit den Klimaschutz voran. Normalerweise müssen Baumwollfasern bei der Textilproduktion zunächst von einer Spinnmaschine mit hohem Energieverbrauch zu Garn gesponnen werden. Eine zweite Maschine spult es um und reinigt es aus, bevor eine Strickmaschine es zum Textil verarbeitet. Die neue „Spinit 3.0 E“-Maschine übernimmt all diese Aufgaben – und reduziert so die CO2-Emissionen um 30 Prozent. Mayer & Cie. erhielt für die Technologie den Innovationspreis für Klima und Umwelt vom Umweltministerium und dem Bundesverband der Deutschen Industrie.

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CO2-Emissionen als Rohstoff für Chemikalien

Wer? Siemens & Evonik

Was? Projekt Rheticus

Projekt Rheticus. Foto: Siemens

CO2 ist der größte Treiber des Klimawandels – doch es kann auch nützlich sein. Das zeigt gerade Siemens zusammen mit Evonik in einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit dem Namen „Rheticus“. Dabei setzen sie auf ein künstliches Photosyntheseverfahren, das sich an dem Prinzip orientiert, mit dem Pflanzen CO2 verarbeiten. Die beiden Unternehmen behandeln das CO2 mit Strom aus erneuerbaren Quellen und Bakterien. Mit Elektrolyse- und Fermentationsprozessen entstehen aus den Emissionen so Spezialchemikalien wie Butanol und Hexanol. Das CO2 könnte also statt in der Atmosphäre zukünftig in Kunststoffen und Nahrungsergänzungsmitteln landen, wo es dem Klima nicht mehr schadet. Die Rheticus-Anlagen können außerdem als Stromspeicher dienen – das ist wichtig, um das Stromnetz bei schwankender Energie aus regenerativen Quellen zu stabilisieren. Bis 2021 geht eine erste Versuchsanlage in Nordrhein-Westfalen in Betrieb.

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Mit Wasserstoff für den Klimaschutz

Wasserstoff-Triebwagen. Foto: Alstom

Wer? Alstom

Was? Wasserstoff-Triebwagen für Züge

Elektromobilität erobert nicht nur die Straßen, auch auf den Schienen geht der Trend in Richtung alternativer Antriebe und Klimaschutz. Das Alstom-Werk in Salzgitter hat deshalb den Triebwagen mit dem Namen Coradia iLint entwickelt. Er ist der erste Zug der Welt, in dem eine Brennstoffzelle Wasserstoff zu Strom umwandelt, mit dem der Wagen sich vorwärtsbewegt. Der große Vorteil gegenüber den herkömmlichen Zügen des Schienenwagen-Herstellers, die mit Dieselmotoren angetrieben werden: Statt CO2-Emissionen entsteht nur harmloser Wasserdampf. Zwei iLints sind in Niedersachsen schon im Linienbetrieb, in anderen Ecken Deutschlands war der Zug bereits auf Demonstrationsfahrt.

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CO2-neutral auf der ganzen Welt

Wer? Bosch

Was? Klimaneutralität

Vernetzte Produktion spart Energie. Foto: Bosch

Manchmal kann es ganz schnell gehen: Das zeigt Bosch, indem das Unternehmen im Mai ankündigte, innerhalb nur eines Jahres komplett klimaneutral werden zu wollen. Entsprechende Vorarbeit für den Klimaschutz leistet Bosch bereits seit 2007. Ab 2020 sollen die rund 400 Bosch-Werke weltweit dann keinerlei CO2-Fußabdruck mehr hinterlassen. Kurzfristig will die Firma das erreichen, indem sie als Ausgleich für unvermeidbare CO2-Emissionen Ökostrom zukauft und in nachhaltige zertifizierte Kompensationsleistungen investiert, beispielsweise Aufforstungsprojekte in Panama oder den Bau von Windkraftanlagen auf den Philippinen. Langfristig investieren die Stuttgarter in regenerative Energien, beispielsweise bauen sie Solaranlagen in den Werken aus. Außerdem setzt Bosch alles daran, den eigenen Energieverbrauch dauerhaft zu senken, etwa durch vernetzte Fabriken und effizientere Maschinen. Die Investitionen kosten Bosch insgesamt rund zwei Milliarden Euro – eine Milliarde holt das Unternehmen schon durch den geringeren Energieverbrauch wieder rein.

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Emissions-Jäger im Kraftwerk

Kraftwerk. Foto: Linde

Wer? Linde

Was? Kohlenstoffdioxid-Fänger

Energie brauchen Menschen immer, die Umstellung auf erneuerbaren Strom erfolgt aber nur nach und nach. Bis zur vollständig grünen Stromerzeugung sind also weiter Kohlekraftwerke nötig – inklusive CO2-Emissionen. Linde arbeitet mit der sogenannten CCS-Technik (Carbon Capture & Storage) daran, diese Emissionen zu verringern – beispielsweise, indem nach der Verbrennung das CO2 aus dem Abgas abgetrennt und gespeichert wird. In verschiedenen Projekten für den Klimaschutz arbeitet Linde dann an der Weiterverwendung: In den Niederlanden wird das CO2 etwa an Gewächshäuser geliefert, wo es die Pflanzen für Photosynthese nutzen. Und in Australien kommt es in Entsalzungsanlagen zum Einsatz, die Meerwasser zu Trinkwasser umwandeln.

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Klimafreundlichere Motoren für Verbrenner

Wer? Diehl Metall

Was? Messing-Legierungen für kraftstoffeffizientere Motoren

Foto: Diehl Metall

Der Trend geht zum Elektroauto – doch auch der Verbrennungsmotor wird auf absehbare Zeit eine wichtige Rolle im Straßenverkehr einnehmen. Deshalb ist es für den Klimaschutz neben aller Innovation im Bereich der batterie- und wasserstoffbetriebenen Autos wichtig, auch den Verbrenner noch grüner zu machen. Um diesen Fortschritt zu unterstützen, leistet Diehl Metall einen wichtigen Beitrag. Der Teilkonzern der Nürnberger Diehl-Gruppe entwickelt Messinglegierungen, die eine konsequente Modernisierung des Verbrennungsmotors ermöglichen. Diese sind unter anderem fester, hitzebeständiger und haben eine hervorragende Wärmeleitfähigkeit. So ermöglichen die Werkstoffentwicklungen der Firma kleinere, kraftstoffsparende Konstruktionen im Motorenbereich – und damit weniger CO2-Ausstoß.

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Wir sind Deutschlands Klimaschutzindustrie.
Wir sind die Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie.
Wir sind das Herz der Wirtschaft.

Fotos: Mayer & Cie., Siemens, Evonik, Alstom, Bosch, Linde, Diehl Metall