Energiewende heißt Energie sparen. Mit M+E Technik

Vaillant sorgt mit Heizgeräten für gutes Klima, Wärme und warmes Wasser

Effizienz ist der Schlüssel zur Energiewende. Die Metall- und Elektro-Industrie arbeitet tagtäglich an Lösungen, mit denen sich Emissionen senken lassen. Zum Beispiel an moderner Technik, dank der Verbraucher beim Heizen viel Energie sparen – so wie mit der des Heizgeräte-Herstellers Vaillant aus dem Herz der Wirtschaft. Das Potenzial ist enorm: 80 Prozent aller Heizungen in Deutschland sind veraltet.

Der Energieverbrauch von Wohngebäuden steht seit Jahren auf der politischen Agenda. Mit finanziellen Förderprogrammen und Aufklärungskampagnen sollen Häuslebesitzer animiert werden, die eigenen vier Wände besser zu isolieren und veraltete Heiztechnik zu erneuern. Jens Wichtermann (50), Pressesprecher beim Remscheider Heizgerätehersteller Vaillant, kann das Ansinnen der Politik nur unterstützen: „Der größte Hebel, um die selbstgesteckten Klimaschutzziele noch zu erreichen und große Mengen CO2 einzusparen, steckt in der Heizung.“

Effiziente Heizungen für die ganze Welt

Mit Geräten, die Wärme und warmes Wasser und gutes Klima erzeugen, haben die Remscheider viel Erfahrung. Schließlich entwickelte die Firma in den 1960er Jahren unter dem Namen „Geyser“ das erste kompakte Gas-Wandheizgerät – und ist in diesem Marktsegment noch heute Weltmarktführer. Knapp die Hälfte des Umsatzes basiert nach wie vor auf wandhängenden Gasheizgeräten. Aber die Innovationen der vergangenen Jahre bestimmen das Geschäft von morgen: Aktuell setzt Vaillant verstärkt auf Wärmepumpen und erneuerbare Energien. Die Anlagen gewinnen kostenlos und nachhaltig Wärme aus der Umwelt. Aus der Erde, dem Grundwasser oder aus der Luft. Keine andere Technik verzeichnet eine ähnlich rasant steigende Nachfrage. Wärmepumpen liegen im Trend. Wichtermann: „Vaillant verfolgt das Ziel, im Bereich Wärmepumpe künftig eine ebenso starke Marktposition einzunehmen wie seit jeher mit hocheffizienten Gas-Heizgeräten."

Letztere haben mit dem Urahn aus den 60er Jahren nicht mehr viel gemeinsam. Leonardo Anastasi (51) ist seit 1979 dabei und leitet heute die Endmontage, in die ein Mitarbeiter etwa 35 Geräte pro Schicht komplett von Anfang bis Ende in Eigenregie zusammenbaut: „Früher bestand das Innenleben aus viel mehr kleinen Einzelteilen, heute haben wir dagegen einige wenige Baugruppen. Und der Anteil der Elektronik hat immens zugenommen.“

Das 1874 gegründete Unternehmen hat heute beachtliche Kennzahlen: 2,5 Milliarden Euro Umsatz (2018), weltweit über 13.000 Beschäftigte (160 Azubis und Praktikanten), davon alleine rund 2.200 am Standort Remscheid, Werke in Großbritannien, Frankreich, der Slowakei, der Türkei und in China. Niederlassungen gibt es in über 20 Ländern, der Vertrieb erfolgt in über 60. Kein Wunder also, dass der Auslandsanteil des Geschäfts bei rund 80 Prozent liegt. Wer nun aber denkt, Vaillant produziere in China möglichst billig Bauteile für den Weltmarkt, der irrt. Laut Wichtermann ist eher das Gegenteil der Fall: „Chinesen bestellen bei uns unsere Produkte ‚made in Germany’.“

Dank M+E beim Heizen CO2 sparen

Nicht nur die Hardware – vom Biegen der Kupferröhrchen und Fertigung der Gehäuse – sondern auch die Software und Elektronik entwickelt und baut die Firma selbst. Mehr als 800 Mitarbeiter arbeiten in der Forschung und Entwicklung, der weitaus größte Teil davon am Stammsitz in Remscheid. Das Ziel: den Energieverbrauch für die Wärmeerzeugung und damit den CO2-Ausstoß immer weiter zu senken.

Moderne Heiztechnik hilft also sparen. Um allein in Deutschland die Klimaschutzziele noch zu erreichen, müsste aber dringend mehr getan werden. Fast zwei Drittel der 15 Millionen Ein- und Zweifamilienhäuser bräuchten gedämmte Fassaden, neue Fenster oder moderne Heiztechnik. So könnten Eigentümer bis zu 80 Prozent Wärmeenergie sparen. Nach Angaben der Industrie sind aktuell rund 70 Prozent der 21 Millionen deutschen Heizungsanlagen veraltet.

Da winken Herstellern wie Vaillant gute Geschäfte. Um neue Fachkräfte zu gewinnen und erfahrene zu halten, gibt es am Unternehmenssitz in Remscheid eine gemeinsam mit der Stadt betriebene Kita ebenso wie ein großes Angebot an Fortbildungsmaßnahmen und Freizeitaktivitäten. Kein Wunder, die Fluktuation ist gering. Und spaßeshalber sagen die Mitarbeiter, ihr Blut sei grün, entsprechend der Markenfarbe des Unternehmens.

Im übertragenen Sinne ist da etwas dran. Denn einen Schuss Unternehmertum haben hier so ziemlich alle in den Genen: tüfteln, weiterentwickeln, Verantwortung übernehmen. Und nah am Kunden sein. Wichtermann formuliert es so: „Der Fachhandwerker ist uns heilig!“ Offensichtlich auch der in Tibet. Denn in der Hauptstadt Lhasa im Transhimalaya-Gebirge, 3.600 Meter über dem Meeresspiegel, unterhält die Firma aus NRW seit einigen Jahren ihr höchstgelegenes Vertriebsbüro auf der Welt.

Wir sind Deutschlands Innovationsmotor.
Wir sind die Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie.
Wir sind das Herz der Wirtschaft.

Fotos: Daniel Roth