M+E-Unternehmen machen Mitarbeiter fit für Digitalisierung

Kernergebnisse der IW-Weiterbildungserhebung zu Kosten und Nutzen betrieblicher Weiterbildung

Die Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie tragen einen guten Teil dazu bei, dass Deutschlands Arbeitnehmer fit für Industrie 4.0 und Digitalisierung sind. Wie die „Neunte Weiterbildungserhebung“ des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigt, schulen sie vor allem in künftigen Schlüsselkompetenzen wie Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit sowie IT-Anwenderkenntnissen. Die Studie hat Kosten und Nutzen betrieblicher Weiterbildung für deutsche Unternehmen untersucht. Ein Ergebnis: Durch Digitalisierung wird Weiterbildung noch wichtiger – und gleichzeitig leichter. Die Kernergebnisse im Überblick:

  • Die Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie nehmen ihre Verantwortung ernst, das Fachwissen ihrer Mitarbeiter in Zeiten der Digitalisierung auf dem neusten Stand zu halten: Im Jahr 2016 haben sich 80,3 Prozent der Firmen aus dem Herz der Wirtschaft an betrieblicher Weiterbildung beteiligt. Dabei haben sie 4,5 Milliarden Euro investiert. Im Schnitt gaben die Arbeitgeber damit 1.040 Euro je Mitarbeiter für Weiterbildung aus.
  • Gerade Unternehmen, in denen die Digitalisierung eine wichtige Rolle spielt, bilden ihre Mitarbeiter weiter: M+E-Unternehmen, die mindestens zwei digitale Technologien nutzen, investieren mit bis zu 570 Euro je Mitarbeiter deutlich mehr in Trainer und Dozenten, Teilnehmergebühren und andere direkte Weiterbildungskosten als nicht-digitalisierte Unternehmen. Diese wendeten durchschnittlich nur 350 Euro dafür auf. Mitarbeiter digitalisierter Unternehmen bildeten sich zudem bis zu 24 Stunden im Jahr weiter – Beschäftigte nicht-digitalisierter Betriebe im Schnitt nur 14 Stunden.
  • Vor allem die Mitarbeiterqualifikation, die Mitarbeiterzufriedenheit, aber auch die Fachkräftesicherung veranlassen Metall- und Elektro-Unternehmen zur Weiterbildung: 87,6 Prozent sagen, damit die Qualifikation an neue Technologien oder eine veränderte Arbeitsorganisation anpassen zu wollen. 85,5 Prozent nennen Motivation und Zufriedenheit als Weiterbildungsmotiv und 84,1 Prozent möchten Fachkräfte sichern. Auch die Förderung der Innovationsfähigkeit und Produktivität sowie überfachlicher Kompetenzen spielt eine wichtige Rolle als Weiterbildungsmotiv.
  • Bei den Inhalten der Weiterbildung geht es neben dem beruflichen Fachwissen am häufigsten um die Kommunikations– und Kooperationsfähigkeit. Auch die IT-Kenntnisse der Mitarbeiter werden beständig ausgebaut. In der M+E-Industrie bildet mehr als jedes zweite Unternehmen in IT-Anwenderkenntnissen weiter, 37 Prozent schulen ihre Mitarbeiter im Bereich IT-Fachwissen und Softwareprogrammierung.

IT-Wissen ist gefragt

So viel Prozent der M+E-Unternehmen vermitteln in Weiterbildungen diese Kompetenzen

Quelle: IW-Weiterbildungserhebung 2017

  • Auch die Weiterbildung selbst wird digitaler: 80 Prozent der M+E-Unternehmen stellen ihren Beschäftigten Dokumente wie Bedienungsanleitungen in elektronischer Form zur Verfügung. Knapp die Hälfte der Betriebe bietet Lernvideos, Podcasts und internetbasierte Weiterbildungen an, und rund 40 Prozent nutzen digitale Arbeitsmittel wie 3-D-Druck oder programmierbare Maschinen als Lernmedium – doppelt so viele wie in der Gesamtwirtschaft.
  • Diese digitalen Qualifizierungsformen haben den Vorteil, dass sie sich gut in den Arbeitsalltag integrieren lassen. Für knapp 70 Prozent der befragten Unternehmen ist diese Flexibilität ein entscheidendes Argument bei der Gestaltung ihres Weiterbildungskatalogs.

Digitale Weiterbildungsangebote: individuell und alltagstauglich

So viel Prozent der M+E-Unternehmen, die mindestens ein digitales Lernangebot nutzen, stimmen diesen Aussagen zu:

Quelle: IW-Weiterbildungserhebung 2017

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