CO2-neutrale Industrie braucht Innovationspolitik

Experten fordern klare Ziele und Rahmenbedingungen

Klimaneutralität ist ein Zukunftsszenario, das nur mit der Industrie funktioniert: Sie muss die Innovationen für nachhaltige Technologien dazu liefern. Gleichzeitig steht sie im immer härter werdenden globalen Wettbewerb, in dem die Investitionsrahmen für solche Innovationen schnell enger werden können. Wir haben deshalb einen M+E-Mitarbeiter, -Unternehmer und einen Wissenschaftler gefragt:

Wie kann die Politik Unternehmen beim Klimaschutz unterstützen?

Dr. Christoph Menne, Technischer Geschäftsführer HJS Emission Technology in Menden. Foto: HJS

„Wesentlicher Erfolgsfaktor innovativer Technologien für den Umwelt- und Klimaschutz sind klare gesetzliche Rahmenbedingungen für die schnelle Realisierbarkeit auf breiter Ebene. Das kann E-Mobilität für den urbanen Verkehr sein, re-powering von dieselbetriebenen Fahrzeugen, aber auch ,Zero Impact Powertrains'. Diese Antriebe sind dank modernster Abgasnachbehandlung und regenerativ erzeugter ,e-Fuels' nahezu CO2-neutral. Voraussetzung ist aber eine technologieneutrale CO2-Gesetzgebung, die nicht nur einseitig E-Mobilität forciert.“

Dr. Christoph Menne, Technischer Geschäftsführer HJS Emission Technology in Menden

Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, Vizepräsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie

„Der Übergang zur treibhausgasneutralen Wirtschaft ist dringend. Die energieintensive Industrie muss dafür nicht nur Technologien wie die wasserstoffbasierte Stahlerzeugung weiterentwickeln und Sprunginnovationen vorantreiben, sondern sie auch im scharfen globalen Wettbewerb umsetzen. Hierzu braucht sie konsequente Unterstützung der Politik – u. a. durch eine integrierte Technologie- und Innovationspolitik, die Unterstützung branchenübergreifender Zusammenarbeit und Instrumente, die sie trotz Zusatzkosten wettbewerbsfähig halten.“

Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, Vizepräsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie

Sascha Wagner, Leiter Außenbeziehungen MAHLE Konzern. Foto: MAHLE

„Regulierung sollte klare Ziele vorgeben, den Weg dahin aber Unternehmen wie MAHLE überlassen. Bestimmte Technologien einseitig zu bevorzugen, verschenkt Potenziale. Technologieneutrale Vorgaben ermöglichen hingegen einen Fächer effektiver Lösungen. Diese müssen wir ganzheitlich – über Branchengrenzen hinaus – denken und uns ebenso innovativ wie pragmatisch am wirklichen Bedarf orientieren – so wie bei chargeBIG.“

Sascha Wagner, Leiter Außenbeziehungen MAHLE Konzern

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