Automobilindustrie liefert die meisten Innovationen

Deutschland liegt bei Patentanmeldungen international an der Spitze. Der größte Innovator ist dabei die Automobilindustrie, die mitten im Strukturwandel steckt. Megatrends wie der E-Antrieb oder autonomes Fahren verlangen Innovationen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Die FuE-Abteilungen der Hersteller sind darauf gut vorbereitet, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigt.

Mit 40 Prozent aller deutschen Patentanmeldungen ist die Kfz-Branche demnach die mit Abstand innovativste. Und sie hat ihre Erfindungen längst auf Zukunftsbereiche konzentriert: Nur noch 30 Prozent der Patentanmeldungen aus dem Kfz-Bereich beziehen sich auf den konventionellen Antrieb. Bei 70 Prozent geht es um Innovationen in Technologiebereichen wie Elektrik und Elektronik, Interieur und Exterieur, Chassis, Reifen, Bremsen, Schlösser – zukunftssichere Bereiche also. Auch in der Digitalisierung ist die deutsche Autoindustrie Vorreiter. Sie ist für 43 Prozent aller Nennungen in der Internationalen Patentklassifikation zum Bereich „Elektrische digitale Datenverarbeitung“ und sogar für mehr als jede sechste Patentanmeldung im Bereich 3D-Druck verantwortlich.

Damit die Industrie weiterhin so innovationsstark bleibt, ist eine steuerliche Forschungsförderung nötig, die über die Pläne von Union und SPD im Koalitionsvertrag hinausgehen. Die zielen vor allem auf KMU. Nötig ist aber eine steuerliche FuE-Förderung der gesamten deutschen Industrie – vor allem der international ausgerichteten Unternehmen. Nur so können sie im internationalen Wettbewerb der Forschungsstandorte bestehen. Denn in den allermeisten europäischen Ländern ist die steuerliche Forschungsförderung längst etabliert.

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