Ausbildungsprämie kommt bei Unternehmen nicht an

Seit August können Unternehmen die Ausbildungsprämie zur Förderung von Ausbildungsplätzen beantragen. Das Bundesbildungsministerium möchte damit Ausbildungsbetriebe unterstützen, die in der Pandemie wirtschaftliche Schwierigkeiten haben, damit Auszubildende ihre Ausbildung fortsetzen und erfolgreich abschließen können.

Allerdings kommt dieses Instrument bei den Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie kaum an. Wie die vierte Blitzumfrage von Gesamtmetall zeigt, nutzen gerade einmal drei Prozent die Förderung. Fast ein Drittel der Unternehmen kann sie gar nicht nutzen, da sie nur für KMU mit weniger als 250 Mitarbeitern gilt. An den größeren Unternehmen, die ebenfalls einen wichtigen Beitrag zur Ausbildung und Fachkräftesicherung leisten, geht die Unterstützung damit vorbei.

Pläne der Metall- und Elektro-Industrie für die Ausbildung im Jahr 2021

Das Engagement für Ausbildung ist in der M+E-Industrie dennoch trotz der schwierigen wirtschaftlichen Situation hoch: 69 Prozent wollen ihr Ausbildungsniveau 2021 halten, rund 8 Prozent planen sogar eine Erhöhung. Von den Unternehmen, die weniger ausbilden, nennen rund 60 Prozent die Corona-Krise als Grund. Und immer noch finden Betriebe keine geeigneten Bewerber: 16 Prozent können deshalb die Zahl ihrer Ausbildungsplätze im kommenden Jahr nicht aufrechterhalten.

Grafiken: Gesamtmetall

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