Die wirtschaftliche Lage zum Jahresende 2013

Nach einem schwachen Winterhalbjahr 2012/2013 hat sich die M+E-Industrie im Jahresverlauf deutlich erholt. Dennoch reichte es im Jahresdurchschnitt 2013 nur zu einem schmalen Produktionswachstum von 0,3 Prozent. Allerdings ist der Aufwärtstrend stabil und wird durch die Entwicklung des ifo Geschäftsklimas gestützt: Im Februar wurde die gute Lagebeurteilung der letzten Monate bestätigt und die Erwartungen lagen sogar auf dem höchsten Stand seit über zwei Jahren. Zudem kommen aus dem Euro-Raum ermutigende Nachrichten über das allmähliche Abklingen der Rezession. Wechselhaft zeigte sich zuletzt die Beschäftigung, die nach Zugewinnen im Oktober und November im Dezember wieder stagnierte. Für 2014 ist mit einem geringeren Beschäftigungszuwachs zu rechnen als 2013 (+42.000).

Die Erträge werden ersten Umfragen zufolge 2013 wieder das Vorjahresniveau erreichen. Für das weitere Geschäft der M+E-Industrie sind die inländischen Investitionen von zentraler Bedeutung. Auch hier gibt es Hoffnungszeichen: Nach sechs Quartalen des Rückgangs sind die Ausrüstungsinvestitionen vom zweiten Quartal 2013 an wieder gestiegen. Ob die Unternehmen wieder verstärkt investieren oder die Verunsicherung anhält, hängt nun auch von der konkreten Umsetzung des Regierungsprogrammes ab. Zumindest der Koalitionsvertrag lässt die erhofften Wachstumsimpulse eher vermissen.

Auftragseingang

Dank eines sehr guten Auslandsgeschäfts ist der Auftragseingang im 4. Quartal gegenüber dem 3. Quartal um 1,8 Prozent gestiegen. Die Auslandsaufträge konnten um 3,9 Prozent zulegen, das Inlandsgeschäft schrumpfte hingegen (-1,2 Prozent). Im Fahrzeugbau gab es im 4. Quartal gegenüber dem 3. Quartal die größte Veränderung (+3,0 Prozent), gefolgt vom Bereich Elektro, DV-Geräte, Feinmechanik/Optik (+2,9 Prozent). Leicht stiegen die Aufträge in der Metallverarbeitung (+1,0 Prozent), die Aufträge im Maschinenbau gaben sogar leicht nach (-1,5 Prozent).

Produktion

Die Produktion konnte im 4. Quartal gegenüber dem 3. Quartal mit +0,4 Prozent leicht zulegen. Am stärksten stieg der Bereich Elektro, DV-Geräte, Feinmechanik/Optik (+1,8 Prozent), gefolgt vom Maschinenbau (+0,8 Prozent) und der Metallverarbeitung (+0,8 Prozent). Der Fahrzeugbau gab von hohem Niveau aus leicht nach (-0,5 Prozent). Die Kapazitätsauslastung konnte im Januar 2014 leicht auf 84,6 Prozent zulegen.

Geschäftsklima

Der ifo-Geschäftsklimaindex für die M+E-Industrie hat im Februar 2014 seinen positiven Trend der letzten Monate bestätigt. Der Saldo aus positiven und negativen Beurteilungen der Geschäftslage stieg von +21 auf +24, die Erwartungen der M+E-Unternehmen legten von +18 auf +20 Punkte zu.

Aussichten 2013/2014

Mit einem nur leichten Produktionsplus von 0,3 Prozent ist die M+E-Industrie 2013 wie bereits in 2012 (-0,1 Prozent gegenüber 2011) ohne ein nennenswertes Wachstum geblieben. Die Beschäftigung liegt mittlerweile deutlich über dem Vorkrisenniveau, allerdings ist für die kommenden Monate mit keinem größerem Beschäftigungszuwachs mehr zu rechnen. Für 2014 erwarten wir ein Produktionswachstum in der M+E-Industrie von rund 3 Prozent.