Unser Standort

Die Unternehmen der Metall- und Elektro-Industrie und ihre Mitarbeiter sind das Herz der Wirtschaft. Wir sind Jobmotor und Beschäftigungswunder, Schlüsselindustrie und Wohlstandsgarant. Wir sind Ausbildungsbank und Ideenschmiede. Wir schaffen Chancen und bieten Sicherheit.

Keine andere Branche in Deutschland hat eine vergleichbare Bedeutung für Wachstum und Wohlstand in unserem Land. Wir produzieren Technologie für die Welt – Tag für Tag, an hochmodernen, sicheren und gut bezahlten Arbeitsplätzen. Neun von zehn unserer 3,7 Millionen Arbeitsplätze sind unbefristete Vollzeitstellen.

Wir sind stolz auf unsere Produkte, auf die Leistung unserer Mitarbeiter, auf den Ruf unserer Branche. Wer etwas leisten will, ist bei uns willkommen, egal wer, egal woher. Für uns ist Arbeit nicht nur unser täglich Brot – sie hält unseren Puls am Schlagen. Wir bejahen internationalen Wettbewerb, denn wir sind überzeugt, dass sich die Qualität unserer Produkte weltweit durchsetzt.

Wir bilden unseren Fachkräftenachwuchs selbst aus. Mehr als 210.000 Auszubildende erlernen derzeit einen M+E-Beruf. Zugleich setzen wir uns aktiv für den Erhalt von flexiblen Beschäftigungsmöglichkeiten ein, denn sie sind notwendig für den Erfolg unserer Unternehmen und bieten vielen geringer Qualifizierten die Chance auf einen Einstieg in die industrielle Arbeitswelt.

Diese Internetseite dokumentiert die Bedeutung der Unternehmen und den Wert der Arbeit in der der Metall- und Elektro-Industrie. Sie zeigt, wie sehr es sich lohnt, die berufliche Zukunft im Herz der Wirtschaft zu suchen.

 

Dr. Rainer Dulger

Gesamtmetall-Präsident

 

Die wirtschaftliche Lage in der M+E-Industrie im Frühjahr 2017

Konjunkturbericht aus dem Herz der Wirtschaft

Nach einem Wachstum von 1,6 Prozent im Jahresdurchschnitt 2016 ist die M+E-Produktion mit einem positiven ersten Quartal in das Jahr 2017 gestartet. Auch die Kapazitätsauslastung lag im April weiter über dem langjährigen Durchschnitt. Allerdings bleiben die Konjunktursignale uneinheitlich, weil der Auftragseingang zu Jahresbeginn merklich zurückgegangen ist – zum Teil auf Grund von Sondereffekten im „sonstigen Fahrzeugbau“. Das Konjunkturklima in den M+E-Unternehmen ist im Mai spürbar gestiegen: die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage sowie die Erwartungen der M+E-Unternehmen nahmen weiter zu. Das Umfeld bleibt aber schwierig: Die inländische Konsumkonjunktur geht zum großen Teil an M+E vorbei und ein Aufschwung im Exportgeschäft muss sich erst noch bestätigen. Zusätzlich haben sowohl die Brexit-Entscheidung der Briten als auch die Ankündigen des neugewählten US-Präsidenten die Unternehmen verunsichert. Die M+E-Unternehmen haben die Zahl der Mitarbeiter im März saisonbereinigt weiter leicht erhöht und die Beschäftigungspläne lassen weitere Neueinstellungen erwarten. Die M+E-Unter-nehmen haben 2016 ihre Gewinne im Vergleich zum Vorjahr stabil gehalten (ifo-Gewinnumfrage vom September 2016). Die weitere Entwicklung wird – neben der inländischen Investitionstätigkeit – auch von der Handelspolitik des neuen US-Präsidenten Donald Trump beeinflusst, denn die USA sind der wichtigste Abnehmer von M+E-Produkten aus Deutschland.

Auftragseingang

Im April 2017 ist der Auftragseingang gegenüber dem ersten Quartal saisonbereinigt mit 0,2 Prozent leicht gestiegen. Dabei nahmen die Inlandsaufträge um 0,5 Prozent zu, die Auslandsaufträge hingegen um 0,1 Prozent ab. Die Entwicklung in den einzelnen Branchen verlief uneinheitlich: während die Auftragseingänge gegenüber dem ersten Quartal in der Metallverarbeitung um 0,3 Prozent und im Bereich Elektro, DV-Geräte, Feinmechanik/Optik um 1,2 Prozent zunahmen, mussten der Fahrzeugbau mit -0,5 Prozent und der Maschinenbau mit -1,0 Prozent weniger Aufträge hinnehmen.

Produktion

Die M+E-Produktion lag im ersten Quartal 2017 saisonbereinigt um 2,3 Prozent über dem Niveau des vierten Quartals 2016. Die M+E-Branchen entwickelten sich dabei durchweg positiv: So stieg die Produktion gegenüber dem vierten Quartal im Maschinenbau mit +0,9 Prozent, im Fahrzeug mit +1,7 Prozent, im Bereich Elektro, DV-Geräte, Feinmechanik/Optik mit +2,2 Prozent und in der Metallverarbeitung mit +2,3 Prozent. Die Kapazitätsauslastung lag im April 2016 bei 86,9 Prozent und damit ein Stück über dem langjährigen Durchschnitt.

Beschäftigung

Die M+E-Beschäftigung lag im März 2017 mit 3.866.000 Mitarbeitern saisonbereinigt um 1,0 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Gegenüber Februar 2017 nahm die Zahl um etwa 11.300 zu. Die Beschäftigungspläne der M+E-Unternehmen lassen weitere Neueinstellungen erwarten. Seit der Beschäftigungswende im März 2010 zählt die M+E-Industrie per Saldo rund 428.800 zusätzliche Arbeitsplätze. Durch die Krise 2008/09 hatte die Branche 231.000 Arbeitsplätze verloren, relativ wenig im Vergleich zum Produktionseinbruch. In Ostdeutschland lag die Beschäftigung zuletzt bei rund 474.000. Die Zahl der Zeitarbeitnehmer ist 2015 wieder leicht gestiegen, von 180.000 im Juni 2014 auf 190.000 im Juni 2015.

Arbeitsmarkt

Auf dem Arbeitsmarkt wird die Anspannung deutlich sichtbar: Inzwischen übertrifft in saisonbereinigter Rechnung die Zahl der gemeldeten offenen Stellen in den M+E-Berufen die Zahl der Arbeitslosen: Die Bundesagentur für Arbeit zählte im Mai 2017 in den M+E-Berufen saisonbereinigt 134.300 Arbeitslose, rund 17.700 weniger als im Vorjahresmonat. Andererseits waren 148.800 ungeförderte offene Stellen gemeldet, eine Zunahme um 19.600 gegenüber dem Vorjahresmonat. Im November 2016 gab es in der M+E-Industrie nach ersten BA-Prognosen rund 24.500 Kurzarbeiter. Der Höhepunkt der vergangenen Krise lag im Mai 2009 bei 975.000 Kurzarbeitern. Die Anzeigen der M+E-Betriebe zur Kurzarbeit betrugen im April 2017 rund 3.500.

Verdienste

Im vierten Quartal 2016 stiegen die Bruttomonatsverdienste in der M+E-Industrie (Vollzeit inkl. Mehrarbeit, Kurzarbeit, ohne Sonderzahlungen) um 2,5 Prozent und die Bruttostundenverdienste um 2,7 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Im Durchschnitt des Jahres 2016 stiegen die Monatsverdienste um 2,4 Prozent und die Stundenverdienste um 2,5 Prozent.

Kosten, Produktivität

Die Lohnstückkosten sind 2016 um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Einem deutlichen Anstieg der Arbeitskosten (+2,2 Prozent) stand ein Produktivitätsplus von 1,2 Prozent gegenüber. Bereits 2015 waren die Lohnstückkosten um 2,5 Prozent gestiegen. Die Energiepreise entwickelten sich zuletzt uneinheitlich: während die Ölpreise im vierten Quartal 2016 gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich anzogen (+11,6 Prozent), sind die Strompreise mit +1,1 Prozent leicht gestiegen. Die Gaspreise hingegen haben im vierten Quartal 2016 weiter nachgegeben (-12,4 Prozent). Bei den Preisen von Stahlerzeugnissen zeichnet sich eine Erholung ab: Die Preise der meisten Sorten lagen im vierten Quartal 2016 deutlich über dem Vorjahresniveau.

Preise

Die M+E-Unternehmen hatten 2016 mit sinkenden Erzeugerpreisen zu kämpfen, es herrschte deutlicher Preisdruck auf den Märkten. Die Preise für M+E-Erzeugnisse lagen im vierten Quartal 2016 um 0,5 Prozent über dem Vorjahr (nach ±0,0 Prozent in Q3). Während die Exportpreise um 0,2 Prozent (nach -0,3 Prozent in Q3) gegenüber dem Vorjahr stiegen, lagen die Importpreise um 0,3 Prozent unter Vorjahr (Q3: -1,2 Prozent). Die Verbraucherpreise sind 2016 mit einer Jahresrate von 0,5 Prozent schneller gestiegen als 2015 (+0,3 Prozent). Im April 2017 lag die Teuerungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat mit +2,0 Prozent deutlich höher.

Erträge

Laut ifo-Umfrage von September 2016 hat die M+E-Industrie 2016 im Durchschnitt Gewinne nach Steuern in Höhe von 3,7 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet. Die Erträge bleiben damit auch weiterhin unter dem Vorkrisenniveau von 2007 (4,7 Prozent). Die Zahl der Insolvenzen im M+E-Gewerbe (Industrie + Handwerk) war 2016 (Jan. – Okt.) mit 752 Insolvenzen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (860 Insolvenzen) weiterhin rückläufig.

Geschäftsklima

Der ifo-Geschäftsklimaindex für die M+E-Industrie ist im Mai 2017 deutlich gestiegen und liegt nun bei 110,7 Punkten (April: 107,2 Punkte). Dabei nahm der saisonbereinigte Saldo aus positiven und negativen Beurteilungen der Geschäftslage von +34 auf +43 Punkte zu, der Saldo der Erwartungen der M+E-Unternehmen stieg von +9 auf +14 Punkte.

Aussichten 2016/2017

Nach einem Wachstum im Jahr 2015 (Jahresdurchschnitt) von 0,6 Prozent ist die M+E-Produktion 2016 um gut 1,5 Prozent gestiegen. Dabei haben die M+E-Unternehmen im Jahresverlauf 2016 etwa 30.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Für 2017 ist – auch aufgrund einer geringeren Zahl von Arbeitstagen – mit einem etwas niedrigerem Wachstum zu rechnen.

Stand: 07.06.2017